Sayyid Haschim al-Haydari über den Krieg der USA gegen Wilayatulfaqih – sinngemäße Übersetzung eines beeindruckenden Videos (s.u.).


Es gibt etwas, dem Amerika im Irak seine größten Mühen widmet – und nicht nur dort, sondern in der gesamten arabischen und islamischen Welt. Und nicht erst seit dem 9. April 2003, dem Tag der amerikanischen Invasion im Irak, sondern seit dem 11. Februar 1979, als die Islamische Revolution ihren Sieg errang. Wahrlich, seit dem Tag, an dem die islamische Revolution im Iran siegte, begannen die USA der islamischen und der arabischen Welt einzureden, dass Iran der Satan und der größte Feind sei. Die Islamische Revolution ist der Grund dafür, dass sie die Islamische Republik Iran als größten Feind zeichnen. Darin liegt für die Amerikaner der wichtigste Punkt im weichen Krieg.

Die Amerikaner haben im Irak über den Weg des Bildungssystems, über Institutionen, über Politiker und offen gesagt sogar über Religionsgelehrte die Behauptung etabliert, Iran verfolge nur seine eigennützigen Ziele. Und das, obwohl die Islamische Republik ein offenkundiger Helfer an den Schreinen, in den Krankenhäusern und beim Aufbau der Medien war, obwohl sie die politischen Parteien unterstützte und obwohl sie durch weitere Hilfen den Irakern zur Seite stand. Die Mehrheit der Bevölkerung genoss keine ausreichende Unterstützung, da alle regionalen Akteure sich gegen den Irak stellten. Und in dieser Situation bezeichneten sie die Hilfe Irans als das Verfolgen eigennütziger, national-iranischer Interessen und nichts anderes. Es hieß: „Iran hat keinen Islam, kümmert sich nicht um die Angelegenheiten der Muslime, unterstützt die Unterdrückten nicht.“ Die Amerikaner haben einiges getan, um diese Sprache zu etablieren.

In Wirklichkeit aber ist das, was die Amerikaner seit jenem Tag der Islamischen Revolution bis heute am meisten fürchten, der Glaube an das Prinzip der Statthalterschaft des Rechtsgelehrten. Die USA, in all ihrer Größe, köcheln, zittern und beben beim Gedanken an eine islamische Weltgemeinschaft (Umma), die hinter einem Führer vereint ist. Einem Schutzherrn, tapfer, einem Gelehrten, einem Politiker, einem Richter, weitsichtig, weise, einem fähigen Verwalter. Verehrte Brüder und Schwestern, stellt euch vor, wir und die islamische Welt vereinten uns hinter einem Anführer, was würde dann mit der Weltarroganz, mit der ISIS, mit den Saudis und mit Israel geschehen?

Seit 2003 arbeitet Amerika daran, das irakische Volk von der Islamischen Republik und von der Führung der Person des geehrten Imam Chameneis zu trennen. Die USA entwarfen und verbreiteten viele verschiedene Konzepte, die gegen den Einfluss der Statthalterschaft der Rechtsgelehrten stehen sollten, sowohl im Irak, als auch in der restlichen arabischen Welt.

Was sagten die Amerikaner zu den Arabern? Sie sagten: „Die Statthalterschaft ist nichts Arabisches, sondern etwas Persisches. Und ihr seid Araber.“ Nationalismus ist eine von den USA genutzte Waffe im Kampf gegen die Statthalterschaft der Rechtsgelehrten. „Diese Leute sind Perser!“ Ihr erinnert euch an die Tage Saddams in den Achtzigern und Neunzigern, als es noch hieß „die Perser, die Perser, die Perser“. Zu den Sunniten sagten sie: „Die Statthalterschaft ist etwas Schiitisches, ihr aber seid Sunniten.“ So nutzten sie die Waffe der Sektiererei gegen die Statthalterschaft der Rechtsgelehrten. Ja, so ist Amerika. Und zu den Kindern aller Völker sagten sie: „Die Statthalterschaft ist etwas Iranisches und ihr seid doch keine Iraner.“ So nutzten sie die Waffe des Nationalismus gegen die Statthalterschaft der Rechtsgelehrten und gegen die Einheit der Umma.

Der heilige Quran sagt: „Ihr seid die beste Umma“ (3:110). Er sagt nicht, ihr seid das beste Volk oder Stamm, Partei, Konfession, die beste Nation oder dergleichen. Aus diesem Grund versuchen die USA mit all ihrer Macht, ihren Reichtümern und ihren Fähigkeiten – man kann es ihren Dschihad nennen – das Prinzip der Statthalterschaft zu schwächen.

Bei Gott meine Geschwister: Der Islam und das Verständnis des Islams beginnt bei den meisten von uns in Vergessenheit zu geraten! Ebenso das Verständnis von der Einheit der Umma, der einen islamischen Umma, von der der heilige Quran spricht.

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