Im November 2016 fand in der Stadt Delmenhorst zum ersten Mal die Aktion Israel ist illegal der Gruppe Die Feder statt. Nach zahlreichen Medienberichten, die die Aktion infrage stellten, folgte neben einem Artikel vom israelischen Botschafter in Deutschland auch eine Strafanzeige einer Privatperson wegen Volksverhetzung. Die Anzeige wurde natürlich abgewiesen und die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte, dass keine antisemitischen Motive mit der Aktion bezweckt wurden und sie durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist.

Gestern wurde die Aktion wiederholt, diesmal in Hannover. Den Veranstaltern war bewusst, dass es dort nicht leichter sein würde und dass die pro-zionistischen Schergen weitere Einschüchterungsversuche durchführen würden.

Zunächst tauchte ein Herr auf, der auf die Gruppe ohne Punkt und Komma einredete und versuchte, durch die absurdesten Fragen die falschen Antworten zu erhalten. Beispiel: „Seid ihr Verschwörungstheoretiker? Ist die BRD eine GmbH?“ Das war nicht ernst zu nehmen. Doch es stellte sich heraus, dass es sich um einen gewissen Michael Höntsch handelte, der SPD-Landtagsabgeordneter ist. Auch hier ist ein klassischer Fall von Doppelmoral vorzufinden. Zuhause in Deutschland gibt sich der SPD-Mann als Demokrat, Menschenfreund und posiert fleißig mit Flüchtlingen. Auf der anderen Seite rechtfertigt er augenscheinlich jede Leiche, über die das rassistische System Israels geht, und verteidigt den Zionismus mit einer blanken Wut, die man sich wirklich mal bei einem Gespräch anhören sollte. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses andere Gesicht den SPD-Wählern unbekannt ist. Über seine Fragen konnte man allerdings nur schmunzeln und auch auf die Antworten konnte er nur mit weiteren Fragen reagieren. Viel spannender waren einige Unterhaltungen mit ruhigen Menschen, die für Israel und auch gegen Israel waren.

Doch plötzlich eine Störung: Ein Mob von sogenannten Antideutschen tauchte mit einem großen Transparent und einigen Israelflaggen auf. Ihre Aktion war bei der Stadt nicht angemeldet, sondern angeblich eine spontane Aktion. Komisch: Alle anderen müssen sich immer anmelden, aber sowas wird natürlich nicht aufgelöst. Das zeugt halt wieder von der spontanen Dreistigkeit des Zionismus. Interessant dabei war, dass sie sogar spontan Flyer erstellten, die sie zahlreich an die Passanten verteilten. Die Feder war trotz dieser Spontanität unbeeindruckt.

Ein langhaariger Mann kam auf den Stand zu und beschimpfte die Gruppe als Islam-Nazis. Ein engagierter Passant erwiderte, dass dieser Begriff einfach nur lächerlich und fern von einer sachlichen Diskussion sei. Man redete auf den langhaarigen Herrn ein, doch es schien so, als könnte er mit Argumenten nichts anfangen, er wiederholte nur seine Vorurteile und sah in jedem Angriff gegen Israel eine antisemitische Absicht. Er verließ den Stand, kam aber kurze Zeit später von der anderen Seite zurück. Dann ging alles schnell. Einige der Antideutschen kamen auf den Stand zugelaufen, blockierten die Sicht darauf mit Transparenten und Flaggen und brüllten: „Lang lebe Israel!“ Plötzlich flippte der Mann mit den langen Haaren aus und warf den Stand um. Die Passanten und einige aus der Gruppe, die in Gespräche verwickelt waren, sahen das kaum, da die Transparente und Flaggen die Sicht versperrten. Die Antwort der Feder war darauf: „Seht ihr? Das ist Israel! Darum sind wir hier. Wegen so einem Verhalten, genau das verurteilen wir!“

Man glaubt es kaum, aber genau dieses Verhalten findet sich in der realen Welt wieder. Die Zionisten verdecken entweder mit Mauern oder mit eigenen Medien die Gräueltaten an den Palästinensern, rufen ihre Parolen, damit man die Opfer nicht hört, und hinter der Fassade wird das Verbrechen begangen. Genau das fand sich in dieser Situation wieder. Er schmiss den Stand um und kaum jemand konnte das richtig sehen. Auch die Polizei war nicht anwesend, da sie viel zu sehr mit Fußballfans am Bahnhof beschäftigt war. Etwa zwanzig Minuten später tauchte die Polizei dann auf und brachte den zionistischen Mobb an seinen rechten Platz.

Stolz verkündete eine Person auf der Facebook-Seite von Israel ist illegal:

Auch der Herr Landtagsabgeordnete, der anscheinend gerne zu der Truppe gehörte, zeigte sein antidemokratisches Gesicht und hätte die Gruppe, gemäß seiner Rhetorik und Unterstellungen, am liebsten vom Platz gejagt. Wie man es denn nur wagen könnte, Israel infrage zu stellen. Auch Herr Höntsch wird jedoch lernen, dass eine Demokratie so eine Aktion verkraften kann. Dass für ihn eine Welt zusammenbricht, war klar, aber mit Verfassungsschutz und Antideutschen zu drohen, wird Israel ist illegal nicht aufhalten – im Gegenteil. Schaut man auf seiner Twitter-Seite, erkennt man eindeutig sein einfach gestricktes Weltbild: Islamisten sind Terroristen und Antizionisten sind Antisemiten. Herr Höntsch hat sich selbst disqualifiziert und die muslimischen Wähler der SPD sollten sich in Zukunft überlegen, ob sie für diese Partei stimmen sollten, die solche Leute als ihre Abgeordneten auswählt.

Interessant ist auch die Gruppe, mit der er so eifrig sympathisiert. Die Antideutschen fordern immer wieder den Kommunismus für Deutschland. Bei unserer letzten Aktion zeigten sie sogar ein Transparent mit der Aufschrift: „Nieder mit Deutschland und für den Kommunismus!“. Es ist doch erstaunlich, dass ein SPD-Politiker kein Problem mit diesen Ansichten hat und eher den Stand als potenzielle Gefahr sieht. Überall wo es um Palästina geht oder wo die USA und Israel kritisiert werden, sind diese angeblich selbständigen Gruppen immer vorne mit dabei und pöbeln herum. Peinlich ist jedoch, dass sie sich immer wieder vermummen, um nicht erkannt zu werden, und ihre Bilder im Internet stets zensiert von ihnen hochgeladen werden. Allein daran erkennt man die fehlende Aufrichtigkeit ihrer Ansichten.

Doch trotz dieser Störung war die Aktion ein voller Erfolg. Viele positive Gespräche wurden geführt: Eine Dame kam auf den Stand zu und bat darum, dass nicht solche Parolen gerufen werden wie von den Antideutschen. Das war jedoch ohnehin nicht die Absicht der Feder. Das Ziel von Israel ist illegal ist vielmehr, dass eben die Israelkritik nicht mit antisemitischen, also rassistischen, Denkweisen vermischt wird. Die Bürger müssen lernen, die Kritik an Israel von den Juden bzw. der Religion des Judentums zu trennen. Viele hier in Deutschland lebende Juden fühlen sich nicht wohl dabei, mit dem Apartheid-Staat Israel in Verbindung gebracht zu werden. Das gleiche Phänomen findet man bei Muslimen mit Daesch (ISIS). Man kann die Menschen nicht pauschal in eine Schublade stecken, auch wenn solche Politiker und Pseudo-Aktivisten das täglich tun. Und nach einigen Gesprächen in Hannover wurde auch klar, dass Bürger, die sich als Israelunterstützer sehen, gar nicht so unterstützend sind, wie sie glauben. Vielen ist nicht bekannt, dass es zahlreiche Bücher gibt wie von Ilan Pappe, Petra Wild, Evelyn Hecht-Galinski oder Norman Finkelstein, die genau aufzeigen, wie illegal Israels Existenz ist. Es wurden aber auch einige längere Gespräche mit sehr gut informierten Bürgern aus der Stadt Hannover geführt, weitere Personen zeigten ein Daumen hoch und andere wiederum stimmten uns zu, dass dieser Staat von Anfang an ein Unrecht ist.

Obwohl der Stand am Anfang umgeworfen wurde und einige Stimmen verloren gingen, war das Ergebnis der Abstimmung eindeutig: 51 Personen sehen Israel als illegal an und nur 14 als legal. Viele Passanten waren auch einfach Zuschauer und haben sich zumindest kurz Gedanken darüber gemacht. Und allein das, unabhängig von dem positiven Abstimmungsergebnis, ist als ein großer Erfolg zu verzeichnen. Die Einschüchterungsversuche haben zu viel Gelächter unter der Gruppe geführt und die Verzweiflung der Zionisten wurde anhand der Endlosschleife ihrer Antisemitismusvorwürfe mehr als deutlich. Israel ist illegal ist gewachsen und dank Hannover motivierter denn je. Wir dürfen auf die Stände in den nächsten Städten gespannt sein.

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